#seashanty-Feeling im Binnenland: Museen zur Schifffahrt und Fischerei

Sea Shanties“, also Seemannslieder, die von Matrosen auf hoher See zur Arbeit gesungen wurden, sind unter dem Hashag #seashanty aktuell auf Tiktok und anderen sozialen Medien im Trend. Rheinland-Pfalz ist zwar keine Küstennation, doch Nostalgie für die alten Berufe am Wasser hat es auch zu bieten: Die großen Wasserstraßen Rhein und Mosel prägen bis heute Landschaft und Leute.

Dem Rhein und dem Leben darin und darauf (Stichwort „Rheinromantik“!) widmen sich, einer der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt gebührend, besonders viele Museen. Den Blick zurück wirft das Museum für Antike Schifffahrt in Mainz, als der Rhein die Grenze des römischen Reichs bildete. Rheinromantik und Rheingeschichte satt bieten Romanticum und Rhein-Museum in Koblenz, Bootsfans kommen im Technik Museum in Speyer auf ihre Kosten. Auch die kleinen Museen in Neupotz, Neuburg am Rhein und Speyer werfen den Blick auf spannende Flussgeschichte: Von der Hochwasserbekämpfung über den flussbedingten Umzug eines Ortes zu Speyerer Schiffsbauern und Brückenwärtern.

An der Mosel hält das Mosellum die Stellung, während in Saarburg im Amüseum am Wasserfall eine der ältesten, wassergetriebenen Elektroturbinen weiterhin ihren Dienst verrichtet.

Die Museen im Land müssen aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin geschlossen bleiben: Stöbern Sie also in den virtuellen Angeboten und sammeln Sie Ideen für maritime Ausflüge im Sommer!

 

Bild: Schwarz-Weiß-Fotografie eines alten Frachtschiffs mit Baumstämmen auf dem Rhein in den 1930er Jahren im Stadthafen Sank Goar. Wilhelm Walther via Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0