Stadtmuseum im Kulturzentrum Haus Catoir

Straßenfront des Kulturzentrums Haus Catoir, Heimat des Stadtmuseums
© Stadt Bad Dürkheim

Das Heimatmuseum im Haus Catoir dokumentiert die Entwicklung der Stadt und ihrer Umgebung von den ersten Siedlungsspuren in der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart. Die reichen Sammlungen gehen auf das Jahr 1872 zurück, als in Bad Dürkheim der erste örtliche Altertumsverein der Pfalz gegründet wurde. Nach wechselvollen Jahren fand die Sammlung in dem als Kulturzentrum genutzten barocken Wohnhaus der Familie Catoir eine ideale Bleibe.

Die archäologische Abteilung informiert über Fundstätten wie den keltischen Ringwall von Bad Dürkheim, den römischen Steinbruch „Kriemhildenstuhl“ oder die römische Villa von Ungstein. Diese Bodendenkmäler können auf einem archäologischen Rundwanderweg erkundet werden.

Kunst- und Gebrauchsgegenstände sowie eine Vielzahl von Dokumenten lassen die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert lebendig werden. Prunkstück der Sammlung ist ein um 1600 entstandener Nautiluspokal, den einer der Grafen von Leiningen 1739 der Stadt Dürkheim zum Geschenk machte. Die volkskundliche Abteilung zeigt unter anderem eine bäuerliche Wohn- und Schlafstube mit Alkoven aus der Zeit um 1800 sowie eine Küche mit einer Ausstattung aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Ein bürgerliches Wohnzimmer aus der Zeit des 18. bis 20. Jahrhunderts ist mit Exponaten aus dem Privatbesitz der Familie Catoir eingerichtet. Im großen Gewölbekeller dreht sich alles um die Geschichte des Weinbaus in der Region. Das Treppenhaus und die Flure dienen als Galerie für Dürkheimer und Pfälzer Künstler, wie Otto Dill, Gretel Altvater oder Gustav Ernst.

Führungen sind auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Wegen Baumaßnahmen sind die Abteilungen Hardenburg, Limburg, Bauernstube, Biedermeierzimmer und historische Küche derzeit geschlossen.