Römermuseum im Haus Isenburg

Das Römermuseum im Haus Isenburg beherbergt zahlreiche Funde aus römischer Zeit, die insbesondere in den 1960/70er Jahren bei den Ausgrabungen des römischen Gräberfeldes „In der Bems“ gemacht wurden, sowie Stücke der neueren Grabungen „In der Hofstatt“ von 1992–2000. Die Ausstellung macht etwa in Gestalt des Nachbaus einer römischen Küche oder eines Dioramas des römischen Eisenbergs das römische Alltagsleben in einer Kleinstadt des 1.–5. Jh. n. Chr. erlebbar.

Da Eisenberg bereits zu keltischer Zeit und dann wieder in römischer ein bedeutender Platz für die Eisenerz-Verhüttung war, wird der Prozess mit seinen Vor- und Zwischenprodukten bis zum Eisenbarren dargestellt.

Ein besonderes Kleinod der Funde stellt ein christlicher Brotstempel in Gestalt eines Tonplättchens dar, der bei den Grabungen am Burgus gefunden wurde und sich seitdem im Historischen Museum der Pfalz in Speyer befindet. Für das 4. Jahrhundert nach Christus soll er nördlich der Alpen ein einmaliger Hinweis auf Christen im römischen Heer sein. Im Museum können Sie eine tönerne Nachbildung des Abdrucks sehen.

Gut zu wissen:

Der Bahnhof von Eisenberg ist ein „Wanderbahnhof“, d. h. hier beginnen zahlreiche Wandertouren. Ab oder rund um Eisenberg können Wanderer beispielsweise auf dem Adolf von Nassau-Weg (16,8 km), dem Leininger Panoramaweg (18,3 km) oder dem Rosenweg (13 km) wandern. In der Nähe befinden Sie außerdem die Ruine des Zisterzienserinnen-Klosters Rosenthal oder die Burgruine Stauf. Römerfans kommen auch im nahegelegenen Römerpark Vicus Eisenberg auf ihre Kosten.