Das Lotsenmuseum in Bingen erinnert an die anspruchsvolle Arbeit der Rheinlotsen, die über Jahrhunderte hinweg für die sichere Passage der Schiffe auf dem gefährlichen Mittelrhein sorgten. Besonders gefürchtet war das Binger Loch – eine enge, von Riffen, Felsen, Sandbänken und starken Strömungen geprägte Passage, die vielen Schiffen zum Verhängnis wurde. Erst mit der Sprengung der Riffe und der Verbreiterung der Fahrrinne in den 1970er Jahren verlor das Lotsenwesen seine Bedeutung.
Das Museum befindet sich im historischen Lotsenhaus am Binger Kulturufer, von dem aus die Lotsen sich auf den Weg auf ihre Talfahrten machten. Oft stauten sich die Schiffe regelrecht, ehe dann ein Lotse den jeweiligen Kapitän bei der Navigation durch das schwer schiffbare Binger Loch unterstützte. Zurück kam man entweder per Anhalter oder mit dem Lotsenbus. Heute wird die Geschichte des Lotsenberufs mit Karten, Fotos und erläuternden Texten zu zentrale Themen wie das Binger Loch, Wahrschau-Signale, Havarien, der Alltag der Lotsen, die Schlepp- und Personenschifffahrt sowie die Aufgaben der Wasserschutzpolizei veranschaulicht. Die Ausstellung macht deutlich, wie gefährlich und gleichzeitig unentbehrlich die Arbeit der Lotsen einst war.
Führungen für Gruppen nach Vereinbarung unter Tel.: 0151-17761153.
Lotsenmuseum Bingen
Hindenburganlage
55411 Bingen am Rhein
Telefon: 0151 17761153
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