Archäologisches Museum Maifeld

Im Mittelpunkt des Museums steht der Fund eines fränkischen Gräberfeldes auf dem Vorplatz der Münstermaifelder Stiftskirche – ein archäologischer Glücksfall. Etwa 550 Gräber, teilweise sehr reich mit Beigaben ausgestattet, wurden dort in den Jahren 2008 bis 2010 freigelegt. Von überregionaler Bedeutung sind die Funde, aus denen sich Erkenntnisse über Sozialstrukturen, Handelsbeziehungen und Totenbrauchtum in der fränkischen Zeit, zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert, ableiten lassen.

Besucher erleben das Abenteuer Archäologie anhand von rekonstruierten Gräbern, wie sie tatsächlich einige Meter vom Museum entfernt gefunden wurden. Da liegen Schaufeln, eine Kelle, Pinsel und Eimer, so als hätten die Archäologen ihre Arbeitsstätte nur kurz verlassen. Einige Skelette und Grabbeigaben wurden entsprechend der Originalfunde kopiert. Eine Multimedia-Anwendung vermittelt das spannende archäologische Ereignis der Grabung, Bergung und Restaurierung.

Das archäologische Museum stellt die Zeit der Franken in den chronologischen Kontext der Jahrtausende, in denen das Maifeld von Menschen besiedelt wurde. Die Urnenfelder der Bronzezeit finden sich ebenso wie die Hügelgräber der Kelten und die „villae rusticae“, die großen Gutshöfe der Römer.