20.12.2026–20.6.2027
Kaiserin Elisabeth
unverstanden & unsterblich
Historisches Museum der Pfalz

Ab 20. Dezember 2026 öffnet das Historische Museum der Pfalz die Türen zu einer kulturhistorischen Ausstellung über die legendäre Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn.

Unter dem Titel „Kaiserin Elisabeth – unverstanden & unsterblich“ beleuchtet die große Schau das Leben und Wirken einer Frau, die zu den bekanntesten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts zählt. 

Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern, bekannt als ‚Sisi‘, wird am 24. Dezember 1837 in München geboren. Bereits im jungen Alter von 16 Jahren wird Elisabeth durch ihre Heirat mit Kaiser Franz Joseph I. (1830–1916) Kaiserin von Österreich und später Königin von Ungarn. Der vermeintlich „märchenhafte Aufstieg“ der aus der Dynastie der Wittelsbacher stammenden jungen Frau endet früh in Ernüchterung. Den Zwängen des starren Protokolls am Wiener Hof entflieht sie zunächst in Krankheit und Kuraufenthalte, dann später in immer neue Obsessionen, wie die des Schönheits- und Schlankheitskults, den Reitsport, den sie auf höchstem Niveau betreibt, später der Dichtung. Vergleichsweise kurz sind die Zeiten, in der Elisabeth ihre Repräsentationspflichten wahrnimmt, und nur einmal engagiert sie sich ernsthaft politisch und setzt sich unermüdlich für den Ausgleich mit Ungarn ein. Bald jedoch zieht sie sich aus der aktiven Politik wieder zurück und spätestens nach dem Selbstmord ihres Sohnes und Thronfolgers Rudolf 1889 wird Elisabeth zur ruhelosen Reisenden. Ihr Tod in Genf am 10. September 1898 durch einen Attentäter hat den Mythos um Elisabeth geprägt und zur Legendenbildung beigetragen. 

In der Ausstellung erleben Sie eine facettenreiche Darstellung einer Kaiserin, die zwischen Pflicht, Freiheit und persönlichem Schicksal ihren Weg suchte. Gleichzeitig schildert die Schau die politischen Umwälzungen und gesellschaftlichen Herausforderungen des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn am Ende des 19. Jahrhunderts und beschreibt den Glanz sowie den Niedergang der großen Habsburger-Monarchie. Über 200 Objekte aus bedeutenden Museen und Privatbesitz aus Deutschland, Österreich sowie aus den angrenzenden europäischen Ländern zeichnen ein differenziertes Bild dieser ungewöhnlichen Frau. Die Ausstellung, die bis zum 20. Juni 2027 zu sehen sein wird, verdeutlicht wie eng ihr persönliches Schicksal mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit verbunden war.