Terra Sigillata Museum

Gebäude des Terra Sigillata Museums in Rheinzabern
© Benz-Fotografie

Als einfache Straßenstation zwischen 10 und 20 nach Christus gegründet, entwickelte sich Tabernae (Rheinzabern) im 2. und 3. Jahrhundert zum größten Keramikproduktionszentrum nördlich der Alpen. Voraussetzung dafür waren ausreichende Rohstoffvorkommen an Ton und Holz, die verkehrsgeografische Anbindung durch den Rhein sowie die römische Fernstraße (Italien-Rheinland), eine gute Infrastruktur zur Versorgung der Bevölkerung und geschultes Fachpersonal.

Das 2007 neu gestaltete Terra-Sigillata-Museum gibt einen Einblick in das Töpferhandwerk zur Römerzeit. Es vermittelt die Herstellung des römischen Luxusgeschirrs Terra Sigillata und der Baukeramik und gibt Eindrücke in die Lebensweise einer römischen Industriesiedlung. Seine Einmaligkeit erhält das Museum durch die Vielfalt an Terra Sigillata-Gefäßen und durch die Präsentation der einzelnen Herstellungsschritte. Aus allen Produktionsbereichen werden verschiedene Produkte gezeigt. Reste zweier Brennöfen können in einem Schutzbau am Kindergarten in der Faustinastraße besichtigt werden.

Schulklassen und Kinder

Gerade für Schulen ist ein Museumsbesuch besonders geeignet als Unterricht vor Ort, etwa zur Geschichte der Römer in der Pfalz (Fächer: Geschichte, Latein) oder Anregung für den Werkunterricht (Umgang mit Ton). Hierzu bieten wir für alle Schularten einen Besuch mit Führung durch das Museum und zu den römischen Brennöfen. Auf Wunsch können Schulklassen im Arbeitsraum des Museums unter fachmännischer Anleitungauch Reliefschüsselchen töpfern. Kindergeburtstage komplettieren das Angebot des Terra-Sigillata-Museums: Im Rahmen einer kindgerechten Führung durch das Museum können sich die kleinen Gäste römisch kleiden. Im Anschluss daran lernen die Kinder den Werkstoff Ton kennen und töpfern unter Anleitung kleine Medaillons oder Reliefschüsselchen. Die getöpferten Medaillons/Reliefschüsseln werden anschließend bei der Firma Schnorr-Keramik gebrannt. Nach etwa 10 Tagen können dann die gebrannten Produkte beim Museum abgeholt werden.