Reinhard-Blauth-Museum

Das nach seinem Gründer, dem Heimatforscher Reinhard Blauth, benannte Museum der Gemeinde Weilerbach dokumentiert die Geschichte der Region von der Steinzeit bis in das 19. Jahrhundert.

Die ältesten Funde stammen aus der Jungsteinzeit: Zwei bootsförmige Handmühlsteine, wegen ihrer markanten Form auch Napoleonshüte genannt, zeugen vom vorgeschichtlichen Ackerbau in der Region. Ein Juwel der Ausstellung ist die Nachbildung eines kunstvoll verzierten goldenen Armreifes aus dem keltischen Fürstengrab von Rodenbach. Reste von Schalen, Töpfen und Krügen aus einem frührömischen Brandgräberfeld zeugen von der Zeit römischer Besiedlung

Auf ganz persönliche Art erzählen viele Ausstellungsstücke von vergangenen Zeiten, etwa das Türschloss zur Arrestzelle des alten Bürgermeisteramtes. Zu den zahlreichen Kleinoden, die das Museum beherbergt, zählen auch drei große originale Kanzelbibeln aus dem 18. Jahrhundert.

Ein großer Teil der Ausstellung widmet sich dem Alltag der Bevölkerung im 19. Jahrhundert. Werkzeuge, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände aus dem häuslichen, landwirtschaftlichen und handwerklichen Bereich verdeutlichen die Lebens- und Arbeitsweise der Menschen in früheren Zeiten. Verschiedene Dokumente, Urkunden, Karten und Graphiken runden die vielseitige Ausstellung des Reinhard-Blauth-Museum ab.