Heiligtum der Isis und Mater Magna

Museumseingang in der Römerpassage
© Landesarchäologie Mainz

Bei Ausschachtungsarbeiten in der Innenstadt für die später in Römerpassage umbenannte Ladenpassage fanden die Archäologen überraschend Reste eines Heiligtums für die ägyptische Göttin Isis und die orientalische Muttergottheit Mater Magna sowie ein hallstattzeitliches Grab. An der Fundstelle, in römischer Zeit direkt an der Hauptstraße vom Legionslager zur Rheinbrücke gelegen, erwartete man eigentlich Händler- und Handwerkerquartiere.

Anfänge des Heiligtums datieren – belegt durch Inschriftenfunde – bereits in das 1. Jahrhundert nach Christus. Im Rahmen der Ausgrabungen von 1999 bis 2001 konnten viele außergewöhnliche Funde gemacht werden: Weiheinschriften, verschiedenste Opfergaben, Brandaltäre, Opferfiguren aus Ton und Bronze, Verwünschungstafeln aus Blei, „Voodoopuppen“ und ein Frauengrab aus der Hallstattzeit.

Die Einzigartigkeit des Fundes, der damit ermöglichte Blick in den Alltag römischer Religionsausübung, aber auch das große internationale Interesse ließen früh an eine angemessene Präsentation denken. Durch große Anstrengungen der Archäologen sowie der Initiative Römisches Mainz zusammen mit den Mainzer Bürgern konnte letztlich die Präsentation des Fundes ermöglicht werden.

Bitte beachten Sie, dass das Heiligtum auch während der regulären Öffnungszeiten bei angemeldeten Gruppenführungen und Veranstaltungen für den Publikumsverkehr geschlossen sein kann. Fragen Sie im Zweifelsfall vorher telefonisch nach, ob eine Führung oder Veranstaltung zum geplanten Besuchstermin in der Taberna Archaeologica angemeldet ist.