Besucherbergwerk Grube Herrenberg

Glitzernde Quarzadern im Wechsel mit graublauem Schiefergestein zeichnen Bilder ausgefallener Seltenheit und Struktur – abstrakte Kunst der Natur. Goldglänzende Pyrite (Katzengold) in den Wänden und Tropfsteine bestechen durch ihre unverfälschte Schönheit und Natürlichkeit. Handgepickelte Stollen und Abbaue zeugen von mittelalterlicher Bergmannskunst.

In dem kleinen angeschlossenen Bergbaumuseum werden alte und neue Techniken und Werkzeuge des Gesteinsabbaus präsentiert. Die Ausstellung vermittelt, wie Schiefer abgebaut wurde: Mit primitivem bergmännischem Werkzeug bis zu den noch heute gebräuchlichen Werkzeugen.

Das Schaubergwerk, 1975 vom Verein für Fossilienfreunde freigelegt und begehbar gemacht, wurde 1988 so verändert, dass auch Rollstuhlfahrer das Bergwerk problemlos besichtigen können. Unter fachkundiger Anleitung vom Grubenpersonal können sich Sammler in Kursen mit der Präparation der Versteinerungen vertraut machen. Mit der nötigen Fachkenntnis in der Paläontologie und mit etwas Geduld kann man noch heute bei der Suche nach Fossilien erfolgreich sein.

Gut zu wissen

Das Fossilienmuseum Bundenbach befindet sich direkt nebenan. Die vom Rheinischen Landesmuseum Trier rekonstruierte Keltensiedlung Altburg ist zu Fuß in rund 5 Gehminuten zu erreichen. Am Besucherbergwerk befindet sich außerdem der Startpunkt des Premiumwanderwegs „Hahnenbachtaltour“. Die Ruine Schmidtburg ist in rund 20 Gehminuten erreichbar.