Westwallmuseum Bad Bergzabern

Außengelände des Westwallmuseums in Bad Bergzabern
© Martin Galle

In den letzten drei erhaltenen Bunkern des ehemaligen Westwalls in der Südpfalz erfahren Sie alles über das inzwischen zum Flächen- und Streckendenkmal gewordene Erbe der NS-Zeit. Der Bau des Westwalls war ein Mammutprojekt. Errichtung und Existenz der Anlage hatten Auswirkungen auf die Menschen von damals und wirken noch bis heute nach.

Die Ausstellung im Westwallmuseum Bad Bergzabern dokumentiert in Bunker 2 den Bau des Westwalls, die Enteignung und teilweise Zwangsvertreibung der Bewohner des Grenzstreifens, die Militarisierung breiter Bevölkerungsschichten bis hin zur Errichtung des Sonderlagers Hinzert für nicht Kooperative Westwall Arbeiter. Auch die Neuordnungsdörfer sowie die Vertreibung der elsässisch-lothringischen Bevölkerung nach 1940 wird in der Ausstellung thematisiert. 

Der Westwall wurde von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken genutzt. Tatsächlich war die Propaganda, die den Westwall als unbezwingbares Bollwerkdarstellte, erfolgreich und veranlasste die Alliierten 1944/45 dazu, sich den Grenzbefestigungen nur zögerlich zu nähern. Der Krieg und die Leiden der verschleppten Zwangsarbeiter verlängerten sich.

Gut zu wissen:

Für die Besichtigung des Museums ist auch im Sommer warme Kleidung erforderlich. Die Bunkertemperatur beträgt ca. 10° C. Parkmöglichkeiten sind vor dem Museum vorhanden.