Museum der Stadt Bad Bergzabern

Das herzogliche Amtshaus von 1579, in dem sich das Museum befindet
© Museumsverband Rheinland-Pfalz e.V. (Foto: Miriam Anders)

Das Stadtmuseum befindet sich im historischen Gasthaus „Zum Engel“, das als eines der schönsten Renaissancebauten der Pfalz gilt. Bis ins 18. Jahrhundert diente es den Herzögen von Zweibrücken als Oberamtssitz. Reinhard Fleckstein kaufte 1802 das Anwesen und richtete die Gaststätte „Zum Engel“ ein. Damit ist es auch bestens als Ausgangspunkt für eine Reise durch die Stadt- und Regionalgeschichte geeignet!
Diese reicht von der Siedlung „Zabern“, die 1286 das Stadtrecht erhalten hat, über die Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, als die Herzöge von Zweibrücken die Stadtherren waren, bis hin zur Bergzaberner Republik (1792/93), dem Hambacher Fest (1832) und dem Pfälzer Aufstand (1849). Dabei wird auch immer wieder das Verhältnis zu den französischen Nachbarn beleuchtet.

Im Wintergarten können sich Mineralienfreunde an einem bunten Querschnitt von Versteinerungen bis zu Schmucksteinen erfreuen. Darüber hinaus erinnert das Museum an eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten, die in Bergzabern lebten und wirkten, wie den Naturforscher Jakob Theodor, genannt Tabernaemontanus, den Schriftsteller August Becker und den Historiker Georg Weber. Für Kunstliebhaber sind besonders die aus dem Kabinett Willibald Gänger stammenden Objekte verschiedener regionaler und überregionaler Künstler von Interesse.

Die Räume im 2. OG füllt eine ständige Ausstellung über Leben und Werke der Schriftstellerin Martha Saalfeld (1898-1976) und ihres Ehemannes, des Grafikers Werner vom Scheidt (1894-1984).