Eifelmuseum Mayen

Genovevaburg mit Eifelmuseum Bayern (Luftbild)
© panorama-ip

Das neue Eifelmuseum wurde 2009 in den obertägigen Etagen der Mayener Unterburg eröffnet. Die Ausstellung informiert über die Eifel, Land und Leute und macht Lust darauf, nach dem Museumsbesuch die Eifellandschaft und ihr vielgestaltiges kulturelles und touristisches Angebot aktiv zu erkunden.

Die Ausstellung

In der Eingangsebene wird der Besucher von „EifelTotal“ empfangen. Hier werden auf humorvolle Weise die Eifel und ihre Menschen vorgestellt. In der Abteilung „NaturLandschaft“ warten die Tiere des Eiszeitalters und hier wird die Entstehung des Eifeler Waldes vom Urwald bis zum heutigen Nutzwald dargestellt. Fuchs und Hase, Wildkatze und Reh zum Streicheln und Anfassen, geben einen Eindruck von der heutigen Tierwelt. Zahlreiche Gemälde berühmter Eifelmaler vermitteln das Bild der Eifel als wildromantische Naturlandschaft. Doch stimmt dieses Bild wirklich? – die Ausstellung will Antworten auf diese Fragen geben.

Eine Etage darüber ist die „KulturLandschaft“, das Leben und Arbeiten in der Eifel“ Thema. Seit der Zeit der Kelten und Römer bestimmen Rodung, Waldwirtschaft, Ackerbau und Viehzucht das Leben der Menschen. Wie sie gearbeitet und gewohnt haben zeigt die Ausstellung. Auch Zeiten der Not hat die Eifel gesehen; von der massenhaften Auswanderung nach Amerika und Brasilien zeugen die Briefe an die in der Heimat verbliebenen Familienmitglieder, die in der Hörinstallation „Auswandererbriefe“ vorgelesen werden.

Unter dem Dach – ganz nah am Himmel – schließlich die Abteilung „Glaube & Aberglaube“. Seit prähistorischen Zeiten lassen sich religiöse Vorstellungen nachweisen: Ein regelrechtes Zentrum bildete der um 700 vor Christus angelegte und Jahrhunderte genutzte „Goloring bei Bassenheim“, in dessen gewaltiger Ringgrabenanlage – ähnlich wie im südenglischen Stonehenge – vermutlich religiöse Feste abgehalten und die jahreszeitlichen Daten für Ausaat und Ernte astronomisch bestimmt wurden. Über die Glaubensvorstellung der Kelten- und Römerzeit informieren Funde aus Tempelanlagen und Gräbern. Die religiöse Volkskunst der christlichen Epoche ist mit zahlreichen Heiligenfiguren, Prozessions-Stationen, Altären und verzierten Alltagsgegenständen vertreten. Von der Wiege bis zur Bahre begleitet der christliche Glaube und die verschiedenen kirchlichen Feste und Gebräuche den Eifeler auf seinem Lebensweg.

Goloturm & Oberburg

Der 34 Meter hohe Bergfried der Genovevaburg, nach Golo, dem Bösewicht der Genovevalegende benannt, ist mit dem tiefen Verlies, seinen düsteren Gefangenenzellen und der Aussichtsplattform mit einem herrlichen Blick auf Stadt und die sie umgebende Landschaft eine Hauptattraktion des Eifelmuseums. Seine Besichtigung schließt den Rundgang durch das Eifelmuseum ab. Das ehemalige Palasgebäude der Oberburg wird derzeit einer grundlegenden Sanierung unterzogen und ist daher bis auf weiteres nicht zu besichtigen. Nach Abschluß der Bauarbeiten soll dieser Bereich des Museums in neugestalteter Form der Öffentlichkeit übergeben werden.