Die Ausstellung zur Unendlichkeit des Raumes im Wilhelm-Hack-Museum untersucht den Wandel des Bildraums von der Renaissance bis zur Moderne – mit Werken von Max Bill, Kirchner, El Lissitzky, Popowa
Die Konstruktion des Bildraums ist spätestens seit der Renaissance das bedeutendste Prinzip der Bildenden Kunst. Die Leinwand wird als offenes Fenster verstanden, das den Blick auf eine andere Wirklichkeit freigibt. Dabei unterstützt die Komposition – von ausgeglichen bis dynamisch – die Aussage der Darstellung. In der Moderne begegnet das Bild den Betrachtenden hingegen als reale Oberfläche. Die Unendlichkeit der Malerei wird von neuen Raumkonzepten abgelöst, die mit unterschiedlichen Methoden Bild und Wirklichkeit verschränken. So erschafft der Expressionismus Räume aus ungewöhnlich steilen Perspektiven, während der Konstruktivismus seine ungegenständlichen Raumkompositionen als utopische Architekturen verbildlicht. Die Abkehr vom Gegenstand lässt den Bildraum zu einem neu zu verhandelten Ort werden, der den Betrachtenden flach ohne Tiefe oder aber weiterhin als Unendlichkeit entgegentreten kann.
Ausstellung mit Werken von Max Bill, Miriam Böhm, Gianni Colombo, Ernst Ludwig Kirchner, El Lissitzky, Gerold Miller und Ljubow Popowa.
Wilhelm-Hack-Museum
Berliner Straße 23
67059 Ludwigshafen am Rhein
Telefon: 0621 504 30 45
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Zum Teil sind Begleithefte in Leichter Sprache vorhanden, die im Rahmen spezieller Führungen ausgegeben werden. Auf Nachfrage können Sie sich an der Kasse Klappstühle, einen Rollstuhl oder einen Kinderbuggy ausleihen.
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