Neben der eindrucksvollen Stadtsilhouette, von der Mainspitze oder der Maaraue aus gesehen, und dem mächtigen, alles überragenden Dom waren es oft auch ganz versteckte malerische Winkel, romantische Plätze, enge Gässchen, weniger bekannte Bauwerke oder auch einzelne Erker oder Torbogen, die sie als Motiv lockten. Dabei haben sie die unterschiedlichsten Techniken angewandt, von der zarten Bleistift-, Tusche- oder Federzeichnung bis zum Ölgemälde. Einige der dargestellten Örtlichkeiten und Bauwerke sind heute im Stadtbild nicht mehr vorhanden. Somit zeigen die Kunstwerke auch, wie Mainz früher einmal war.
Fast alle Werke in dieser Ausstellung stammen aus den Beständen des Stadthistorischen Museums Mainz. In den letzten Jahren hat sich die Sammlung an Mainz-Darstellungen durch Schenkungen und Ankäufe erheblich vergrößert. So konnten wir vor kurzem dank einer Spende alle 35 Lithografien des 1842 von Dionys Wasserburg (1813-1885) herausgebrachten berühmten Mappenwerks „Historische und architektonische Merkwürdigkeiten von Mainz in seiner Vorzeit und Gegenwart“ erwerben, die wir nun erstmals präsentieren. Darüber hinaus zeigen wir weitere Schätze aus unserem Depot, die keinen Platz in der Dauerausstellung finden. Nachdem bei einer Sonderausstellung im Jahr 2019 Aquarelle und Ölgemälde mit Mainz-Motiven im Mittelpunkt standen, wurden diesmal Radierungen, Lithografien und Zeichnungen ausgewählt, geschaffen von Gerhard Adolf (1910-1975), Sophie Grosch (1874-1962), Peter Halm (1854-1923), Hans Kohl (1897-1990), Heinz Laubach (1925-2023), Heinz Leitermann (1908-1979), Guido Ludes (1949-2013) und Hanns Pfeifer (1902-1989).
Stadthistorisches Museum Mainz
Zitadelle, Bau D (Eingang am Drususstein)
55131 Mainz
Telefon: 0176 219 859 39
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