4.7.2026–4.10.2026
Happy Birthday, Heylshof!
100 Jahre Museum Heylshof
Museum Heylshof

Zum 100-jährigen Bestehen verbindet das Museum Heylshof historische Meisterwerke mit zeitgenössischer Kunst und eröffnet spannende Dialoge zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Das Museum Heylshof in Worms besitzt eine bedeutende Sammlung, die das Stifterehepaar Cornelius Wilhelm und Sophie von Heyl vor allem seit seiner Hochzeit im Jahr 1867 zusammengetragen hat. Ohne einem strikten Plan zu folgen, sammelten die Eheleute vor allem Kunst aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei und Zeichnung, ergänzt durch Kunstgewerbe – insbesondere Glas und Keramik. Die Bestände spiegeln eine konzeptionelle Mischung aus barocken, romantischen und realistischen Strömungen wider und geben Einblicke in die ästhetischen Vorlieben und Sammlungsprinzipien des Paares.

Das Museum Heylshof wurde im Juni 1926 feierlich eröffnet und begeht 2026 sein 100-jähriges Bestehen. Seit der Gründung hat das Haus seine historischen Sammlungsfelder durch Zugänge ergänzt und damit eine Brücke zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem geschlagen.

Die Jubiläumsausstellung versammelt Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten in einem Bezug zum Heylshof stehen oder deren Galeristen und Sammler eng mit dem Museum verbunden sind. Die Ausstellung lädt dazu ein, Verbindungen zwischen dem historischen Erbe des Heylshofs und aktuellen künstlerischen Positionen zu entdecken – von klassisch fundierten Ansätzen bis hin zu experimentellen und medialen Arbeiten. Dabei entstanden auch einige neue Werke, die eigens für die Ausstellung angefertigt wurden.

Zu sehen sein werden unter anderem zeitgenössische und neueste Arbeiten von Norbert Bisky, Günther Uecker, Römer & Römer, Achim Freyer, Jonathan Meese, Christopher Winter, Charline von Heyl und Markus Lüpertz, aber auch „historische“ Arbeiten beispielsweise von Hans Purrmann und Max Pechstein. Durch die
Auswahl entsteht ein dialogischer Spannungsbogen: Historische Werke aus dem Bestand treffen auf jüngere Schöpfungen, wodurch Fragen nach Form, Materialität und motivischer Bildsprache neu verhandelt werden. Die Ausstellung bietet damit sowohl Kennerinnen und Kennern der Sammlung als auch einem breiten Publikum Orientierungspunkte, um Parallelen, Brüche und Gemeinsamkeiten über mehrere Generationen hinweg zu erkunden.