Heimweberei-Museum Schalkenmehren

 

Das Heimwebereimuseum Schalkenmehren dokumentiert die Geschichte der ehemaligen Heimweberei-Genossenschaft. In den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gründete sich diese Genossenschaft auf Betreiben der Dorfschullehrerin Anna Lehnert. Mit großer Kreativität und Sinn für Bedarf und Design der Gewebe wurde in wenigen Jahren ein florierendes Unternehmen geschaffen, dass der Not leidenden Bevölkerung einen Nebenerwerb bescherte.

Im Museum wird die alte handwerkliche Tätigkeit des Handwebens zum Leben erweckt und ebenso die vielen damit zusammenhängenden Arbeiten der Dorfbewohner. Anhand von rund 1000 Austellungsstücken – vom alten Foto über das Modelkleid bis zum großen originalen Handwebstuhl für Heimweberei – wird die erstaunlich große Produktpalette der Genossenschaft dokumentiert. Daneben werden die Fasergewinnung und Verarbeitung sowie das Spinnen von Hand veranschaulicht. Im kleinen Museumsgarten wachsen einige der wichtigsten Färbepflanzen, die früher die Farbstoffe zum Einfärben der Garne lieferten.

Das Museum befindet sich in der alten Schule des Ortes, die 1913 bis 1914 erbaut wurde. Etwa 10 Jahre nach Schließung der Heimweberei-Genossenschaft wurde es 1993 unter Trägerschaft der Gemeinde eröffnet. Es wird ehrenamtlich von einem Arbeitskreis betreut. Im Mini-Museumsshop werden handgesponnene und pflanzengefärbte Wolle, handgewebte Decken, handgewebte Geschirrtücher und Literatur angeboten. Auf Anfrage finden ganzjährig Führungen für Schulklassen und Gruppen statt. Das Museum hat regulär von Anfang April bis Ende Oktober immer sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.