Deutsches Raiffeisenmuseum

„Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“ – Raiffeisens Idee wird Kulturerbe der Menschheit

Seit 1962 und einer Ausstellungserweiterung 2000 wird dem berühmten Sohn der Gemeinde, dem Begründer der ländlichen Genossenschaften, Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888), im Deutschen Raiffeisenmuseum gedacht. Ausführlich dokumentiert die Sammlung Leben und Arbeit des großen Sozialreformers und Genossenschaftsgründers, dessen Gedanken und Grundsätze bis in die heutige Zeit nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

1818 in Hamm geboren, lernte Raiffeisen die Auswirkungen der Armut in der eigenen Familie kennen. Schwerpunkt seiner Tätigkeiten als Bürgermeister in Weyerbusch, Flammersfeld und Heddesdorf war daher die Linderung der Not der breiten Bevölkerungsschichten. Die Vereine, die Raiffeisen seit 1846 ins Leben rief, waren die Vorläufer des 1864 gegründeten „Heddesdorfer Darlehenskassen-Vereins“, der ersten ländlichen Kreditgenossenschaft und Keimzelle des heute weltumspannenden Raiffeisengenossenschaftswesens. Deren Ziel war und ist es, die wirtschaftlich Schwachen zu stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.