Dauerausstellung
US-Amerikaner in Rheinland-Pfalz
Docu Center Ramstein

Themencontainer zu amerikanischen Einflüssen auf die bundesdeutsche Kultur
© docu center ramstein

Ramstein und die Pfalz: Schauplatz deutsch-amerikanischer Geschichte

„Ramstein, Germany“ ist durch seinen US-Flugplatz weltweit bekannt. Das benachbarte Kaiserslautern kennt man international als „K-Town“. Seit fast 70 Jahren prägt die Präsenz des US-Militärs die Pfalz und das gesamte Bundesland Rheinland-Pfalz – wirtschaftlich, kulturell, gesellschaftlich und umweltpolitisch. Nicht umsonst wurde die Region einst als „Flugzeugträger des Westens“ bezeichnet.

Die Geschichte der US-Amerikaner prägte das Land und die Region in vielen Bereichen zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Ende des Kalten Kriegs. Bereits 1947 wurden erste US-Einheiten in Kaiserslautern-Einsiedlerhof stationiert. 1951 begann der Bau von fünf Militärflugplätzen in Rheinland-Pfalz, zwei davon in der Westpfalz: Ramstein und Sembach, die anderen in Bitburg, Hahn und Spangdahlem. Kurz darauf kamen Bunkeranlagen, Kasernen und Versorgungseinrichtungen hinzu. Mitte der 1950er Jahre waren rund 90.000 amerikanische Soldaten in Rheinland-Pfalz stationiert.

Mit dem Ende des Kalten Krieges änderte sich die Lage: Viele ehemals militärisch genutzte Flächen wurden zu Konversionsflächen, während der Stützpunkt Ramstein zum größten Militärflugplatz außerhalb der USA ausgebaut wurde. Hinzu kamen das Hospital in Landstuhl und Armeeeinheiten in Kaiserslautern. Heute leben rund 50.000 US-Amerikaner in der Region – die größte Gemeinschaft in ganz Europa. „Ramstein, Germany“ ist bis heute weltweit ein Begriff. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass hier deutsche, europäische – ja internationale Geschichte geschrieben wurde und bis heute geschrieben wird.

Das „Dokumentations- und Ausstellungszentrum zur Geschichte der US-Amerikaner in Rheinland-Pfalz“, kurz Docu Center Ramstein (DCR), widmet sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Vermittlung dieser nicht immer einfachen und vielseitigen Geschichte. Zwischen Militärgeschichte und Alltagskultur beleuchtet das DCR die amerikanischen Präsenz in Rheinland-Pfalz und macht diese in einer Ausstellung erlebbar.