Nibelungenmuseum

Historischer Bau des Nibelungenmuseums in Worms mit modernem Anbau
© Stefan Blume

Das Nibelungenmuseum gibt es aus gutem Grund: Worms ist Nibelungenstadt. Und wer in Worms auf den Spuren der Nibelungen wandelt, sollte den futuristischen Museumsneubau an der mittelalterlichen Stadtmauer nicht außer Acht lassen.

Das Nibelungenmuseum ist kein Museum im klassischen Sinn, das Relikte sammelt und präsentiert. Mit seinem auf modernen Medien basierenden Konzept fügt sich das Nibelungenmuseum in die lange Tradition der Nibelungen-Rezeptionen ein. Ja, es ist selbst ein Nibelungen-Werk, das über den jahrhundertealten Mythos informiert, ihn interpretiert und mit seiner futuristischen Ausstellungsarchitektur begeistert und provoziert. Der jahrhundertealte Mythos wird mittels digitaler Medien zu neuem Leben erweckt. Während der Besucher im sogenannten Sehturm alles über Inhalt und Entstehung der Sage erfährt, werden ihm im Hörturm sprach- und literaturhistorische Hintergründe erklärt.

Der informative Rundgang endet mit einem eindrucksvollen Panorama und einer imaginären Reise quer durchs Nibelungenland. Im unterirdischen Mythenlabor taucht der Besucher ein in die schier unendliche Welt der Märchen, Sagen und Mythen. Eine gesonderte Mediaguide-Tour führt im Sehturm und im Hörturm durch Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring der Nibelungen“, eine Dauerausstellung, die in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim entstand. Für Kinder gibt es einen eigenen Medienguide durch die Ausstellung.

So wie der Dichter des Nibelungenliedes die Zuhörer in den Bann zieht, so weckt museum live, das museumspädagogische Angebot der Wormser Museen, auch die Neugier auf das Nibelungenlied und seine Zeit, das Mittelalter. Dafür sorgt ein buntes Veranstaltungsprogramm bestehend aus Lesungen und Vorträgen, Ferienspielen und Treffen der Museumskids. Für Gruppen gibt es Kindergeburtstage sowie Workshops für Schulklassen.