16.3.2021–2.5.2021
Zwischen den Zeilen?
Zeitungspresse als NS-Machtinstrument
Industriedenkmal Jakob Bengel Bijouteriewarenfabrik

Umfassenden Ausstellung über die Grundzüge des repressiven Pressesystems und deren Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Presselandschaft in der NS-Zeit

Die Stiftung Topographie des Terrors, auf deren Gelände sich zeitweise die Redaktion der nationalsozialistischen Zeitung "Der Angriff" befand, stellt in der ersten umfassenden Ausstellung über die Zeitungspresse während der NS-Zeit die Grundzüge des repressiven Pressesystems und deren Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Presselandschaft dar. Freiwillige »Selbstgleichschaltung«, Verfolgungen und Verbote, inhaltliche Kontrolle und wirtschaftliche Monopolisierung hatten die Presse schon 1934 zu einem weitgehend willfährigen Instrument der NS-Politik gemacht. Der Anschein von Pressefreiheit und Meinungsvielfalt sollte jedoch gewahrt werden. Der Großteil der Zeitungen wirkte daher weniger durch ideologische Indoktrination, sondern mehr »zwischen den Zeilen«. Gerade in ihrer scheinbaren Harmlosigkeit erzeugten sie eine Fraglosigkeit, die kaum Raum für Brüche und Zweifel ließ. Das Stadtarchiv der Stadt Idar-Oberstein hat diese Thematik mit regionalen Bezügen erweitert.

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