3.10.2020–1.11.2020
Umbruch Ost
Lebenswelten im Wandel
Hambacher Schloss

Freudige, überraschte und entsetzte Reaktionen auf die Wahl Helmut Kohls zum Bundeskanzler in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts spiegeln sich in den Gesichtern der Menschen.
© Ann-Christine Jansson / Bundesstiftung Aufarbeitung
"Umbruch Ost - Lebenswelten im Wandel" wirft Schlaglichter auf 30 Jahre deutsche Einheit.

Die Ausstellung ruft die innerdeutsche Solidarität und Hilfsbereitschaft in Erinnerung und erzählt von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Aber auch die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging sowie die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten werden eindrücklich beleuchtet. Weitere Themen sind die Gleichzeitigkeit von Sanierung und Rückbau der ostdeutschen Städte, die Situation der Frauen und Familien sowie eine Jugendkultur zwischen Techno, Punk und Rechtsradikalismus.

Die Ausstellung präsentiert zeitgenössische Bilder namhafter Fotografen wie Daniel Biskup, Paul Glaser, Harald Hauswald und Ann-Christine Jansson. Die Texte stammen vom Historiker und Publizisten Stefan Wolle. Zeitzeugeninterviews des Norddeutschen Rundfunks, die über QR-Codes abgerufen werden können, ergänzen die Tafelschau.

Herausgeber von „Umbruch Ost“ sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.

Die Sonderausstellung ist von 03.10.2020 bis 01.11.2020 im Hambacher Schloss in den Räumen der regulären Ausstellung von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen. Der Besuch ist im Eintrittspreis für das Hambacher Schloss inbegriffen.