28.9.2019–5.1.2020
Skafte Kuhn
Bonjour Melencolia
Rudolf-Scharpf-Galerie

Die Skulpturen und Collagen der Mannheimer Künstlerin Skafte Kuhn sind abstrahierte Beschreibungen eines kontinuierlichen Wandels und der Veränderung.

Amorphkristalline Skulpturen assoziieren futuristischen Aufbruch und Vergänglichkeit in paradoxer Gleichzeitigkeit. Kuhns Werke, die oft von romantischer oder neo-romantischer Literatur sowie von Songtexten beeinflusst sind, versuchen gerade das Nicht-Fassbare von Gefühlen, Stimmungen oder Sehnsüchten bildlich zu fassen. Neuere Arbeiten entwickelt Skafte Kuhn aus Abbildungen menschlicher Figuren heraus, die er in Zeitschriften und Werbeanzeigen findet. Durch Vergrößerungen, Überlagerungen oder kristalline Applikationen de- und rekonstruiert Kuhn die Bilder und überführt sie in einen fremdartigen Zustand scheinbar ständiger Transformation. In der Weise wie Vertrautes und Konkretes sich in eine befremdliche Unbestimmtheit verwandeln, können die Arbeiten als Metaphern unserer Zeit verstanden werden.

Skafte Kuhn (geboren 1969, lebt in Mannheim) studierte an Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Stephan Balkenhol, erhielt mehrere Preise und hatte zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.