16.2.2020–10.1.2021
Salvador Dalí und Hans Arp
Die Geburt der Erinnerung
Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Komplett weiße Skulptur eines halben Feigenblattes
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Ein surrealistisches Rendez-vous: Die Zeitgenossen Salvador Dalí (1904–1989) und Hans Arp (1886–1966) und ihre bisher unbeachteten Parallelen.

Beide Künstler entwickelten eine jeweils einzigartige visuelle Sprache, die vom Naturalismus unabhängig und zugleich der Realität verhaftet ist. Beide eint ein rätselhafter Humor, der sich im Spiel mit Alltagsobjekten und der menschlichen Figur zeigt. Dieser prägt außerdem Arps lyrisches Werk, das Dalís Gemälden im Dialog eine neue Dimension verleiht.

Als Multimediakünstler avant la lettre befasste sich Dalí mit räumlicher Illusion und Technologien, die seine Kunst in die dritte Dimension erweitern. Diesen Aspekt führt die Ausstellung mittels Augmented Reality weiter und lässt das Siebengebirge zur surrealen Traumlandschaft werden. Außerdem wird eine Auswahl seines filmischen Schaffens zu sehen sein.

Dalís breites kulturelles Interesse zeigt sich zudem in einem weiteren Aspekt: Zahlreiche Bezüge zu Ludwig van Beethoven belegen Dalís Faszination für das musikalische Genie dieses anderen Jahrhundertkünstlers. Anlässlich seines 250. Geburtstags, der 2020 weltweit gefeiert wird, bringt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck mit Beethoven den Kosmos Dalís zum Klingen.