10.11.2019–19.4.2020
Saarburg bis Trier
digital und analog
AMÜSEUM am Wasserfall

Klassische Malerei und digitale Malerei: Eine faszinierende Gegenüberstellung zweier Künstler aus unterschiedlichen Zeiten.

Peter Becker kreiert als digitaler Maler seine Bilder am Computer und Monitor mit einer speziellen Software, einem Grafiktablett und einem drucksensitiven Zeichenstift. Seine wesentliche Inspirationsquelle sind zwar Fotografien, aber die Bilder sind gemalt: „Digitale Malerei sollte nicht mit digitaler Bildbearbeitung verwechselt werden“, sagt der Künstler. Seine im Amüseum präsentierten Bilder zeigen Motive aus der Region Saarburg bis Trier, die seine Aufmerksamkeit fesselten und die er daraufhin mit der Kamera festhielt. „Das gemalte Bild soll jedoch keine Kopie der fotografischen Vorlagen, sondern als Malerei zu erkennen sein und die Ausdruckskraft der als Anregung verwendeten Fotos übertreffen“, sagt Peter Becker. Dazu dienen der bewusste Einsatz von Werkzeugspuren, das Weglassen überflüssiger oder störender Details, eine veränderte Bildkomposition und die geschickte Nutzung des Farbspektrums. Großen Wert legt Becker auf das Herausarbeiten einer besonderen Lichtstimmung und das Spiel von Licht und Schatten.

Der Kölner Maler Theo Blum ist bekannt für seine Landschaftsmalereien und Graphiken. Während seiner vielen Reisen nach Saarburg hat er zahlreiche Ansichten der Stadt gemalt. Zum 1000. Stadtjubiläum der Stadt Saarburg in 1964 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt, die Eigentümerin von rund 20 Stadtansichten des Malers ist. Bei gleicher oder ähnlicher Motivauswahl werden die klassischen Zeichnungen Blums den digitalen Werken Beckers gegenübergestellt, was dem Betrachter den Vergleich von Farben, Arbeitstechniken und Stimmung ermöglichen soll.

Kuratiert wird die Ausstellung von Sabine Repplinger von der Stadt Saarburg, die die Idee hatte, die Werke beider Maler gegenüberzustellen.