Dauerausstellung
Römerzeit
Historisches Museum der Pfalz

Zahlreiche Metallgefäße aus dem Hortfund von Hagenbach, 3. Jahrhundert nach Christus
© Historisches Museum der Pfalz Speyer (Foto: Peter Haag-Kirchner)
Die Pfalz war einstmals römisch! Hier lebten wohlhabende Großgrundbesitzer, römische Soldaten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer internationalen Keramikproduktion.

Die Pfalz war zu römischer Zeit eine der äußersten Grenzregionen des Römischen Reiches und die ersten Römer, die in die Pfalz kamen, waren Soldaten. In der Ausstellung tragen drei nachgebildete Soldaten ihre jeweils für die Zeiten zwischen dem ersten und vierten Jahrhundert typische und bis ins Detail nachempfundene Rüstung und Bewaffnung. Das Alltagsleben der Soldaten, die in Friedenszeiten auch handwerkliche Tätigkeiten ausübten, können die Besucher in einer nachgebauten Mannschaftsbaracke erkunden.

In Rheinzabern entstand bald ein Keramikzentrum, das Dachziegel sowie hochwertiges Tischgeschirr, die rote „Terra Sigillata“, herstellte. Über weitreichende Handelswege gelangte das Feingeschirr bis nach Britannien und ans Schwarze Meer. Ein besonderes Meisterstück des Bronzegusses ist der Kentaurenkopf von Schwarzenacker. Der im heutigen Saarland gefundene Kopf aus der Zeit des Kaisers Augustus zeugt von der hohen Kunstfertigkeit des Handwerkers, der es vermochte, trotz des kleinen Formats von rund 15 cm in der Länge die geballte Kraft des mythischen Kentaurs in die Gesichtszüge, den wallenden Bart und die blitzenden Augen zu legen.