8.11.2021–16.1.2022
Nanu?*
Geschlechtliche Vielfalt in der Pfalz gestern und heute
Museum für Stadtgeschichte

Die Wanderausstellung „NANU?*“ begibt sich auf Spurensuche nach sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Pfalz!

"Nanu" war der Name einer queeren Diskothek in Kaiserslautern, die in den 1980er- und 1990er-Jahren Gäste aus dem ganzen südwestdeutschen Raum anzog, darunter auch viele US-Amerikaner*innen. 

Es dauerte weit mehr als einhundert Jahre, bis der 1872 eingeführte, menschenverachtende Paragraf 175 Strafgesetzbuch, der männliche Homosexualität kriminalisierte, 1994 ersatzlos gestrichen wurde. Seit 2017 gibt es die "Ehe für alle". Trotz der positiven rechtlichen Entwicklung existieren bis heute vielfältige Vorurteile gegenüber dem schwul-lesbischen Leben und anderen Formen geschlechtlicher und sexueller Identität, wie auch Trans- oder Intergeschlechtlichkeit. Geschlechtliche Vielfalt existiert schon immer und überall. Jede Region hat dazu ihre eigene, bisher kaum erforschte Geschichte. "Nanu?*" ist eine Spurensuche zu historischen Entwicklungen und regionalen Besonderheiten in der Pfalz. 

Die Ausstellung will durch Aufklärung zum Abbau von Ablehnung und Ausgrenzung sowie zur Entwicklung eines offenen und respektvollen Umgangs miteinander beitragen. Sie ist ein Kooperationsprojekt von Historischem Verein Zweibrücken, dem IPGV Kaiserslautern und dem Stadtmuseum Zweibrücken. Entstanden ist sie im Rahmen des Landesaktionsplans "Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen" und der "Partnerschaft für Demokratie Zweibrücken" und steht unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Staatsministerin Anne Spiegel.