8.3.2020–24.4.2020
Marcel Lods, Paul Schmitthenner
Widerstreitende Konzepte für das neue Mainz
Landesmuseum Mainz

Pläne zum Umbau von Mainz, die Ordnung gegen Unordnung auf den Mainzer Straßen kontrastieren
© Marcel Lods, Plan de Mayence
Für den Wiederaufbau von Mainz nach dem Zweiten Weltkrieg gab es vielfältige Pläne, im Zentrum stand vor allem der Widerstreit zwischen Tradition und Moderne.

Die Mainzer Innenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. 1946 beauftragte die französische Militärverwaltung Marcel Lods, einen Wegbegleiter Le Corbusiers, mit der Planung des Wiederaufbaus nach modernen städtebaulichen Maximen. Für die „Stadt der Zukunft“ sollte unter anderem die Mainzer Neustadt niedergelegt werden, an ihrer Stelle eine Stadt im Grünen mit zwölfstöckigen Hochhausscheiben entstehen.

Gegen die radikale Planung regte sich Wiederstand. Konservative Architekten, wie Paul Schmitthenner und Karl Gruber legten Gegenentwürfe vor. Die Ausstellung stellt den Widerstreit zwischen Tradition und Moderne dar. Im Zentrum steht dabei eine Plansammlung von 65 Blättern unter anderem von Marcel Lods und Adolf Bayer. Die singuläre Mappe „Le Plan de Mayence“ wurde der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz von Prof. Werner Durth geschenkt und wird erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.