21.6.2020–7.3.2021
Kunstkammer Rau: Traum und Vision
Malerei und Skulptur 1500 – 2000
Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Gemälde des Heiligen Hieronymus von Jusepe de Ribera
© Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Sammlung Rau für UNICEF (Foto: Mick Vincenz)
Die Ausstellung ist Teil der surrealen Welten, die das ganze Arp Museum mit Beginn der Ausstellung „Salvador Dalí und Hans Arp“ 2020 einnehmen.

Da die Kunst der Alten Meister für Salvador Dalí stets Inspirationsquelle war, nimmt die Kunstkammer Rau den visionären roten Faden im Mittelalter auf. Sie verfolgt das Thema bis in die Moderne. Die reichen Schätze der Sammlung Rau für UNICEF werden ergänzt durch Leihgaben großer internationaler Museen und privater Sammlungen. Rund 60 Gemälde, Skulpturen und Handschriften verkünden Träume, Erscheinungen, Offenbarungen, Endzeiten, zeigen Engel in Zwiesprache mit den Heiligen, Sibyllen und Propheten.

Visionen sind Teil vieler Weltreligionen. Bibel, Talmud und Koran zeugen von den göttlichen Offenbarungen der Propheten. Manch eine prophezeite apokalyptische Endzeiten wie die des Johannes. Andere beschworen sogar albtraumhaft die Hölle auf Erden. Die Ausstellung illustriert diese fantastischen Traumwelten an einer Fülle von Beispielen vom anonymen mittelalterlichen Meister des Marienlebens über Hieronymus Bosch und Jusepe de Ribera bis zu den wandfüllenden blutigen Dämonen eines Peter Gilles und den expressiven Visionen eines Antonius Höckelmann in der Moderne.