12.3.2020–24.5.2020
Der 2. Weltkrieg im Hunsrück
Unterburg Kastellaun – Haus der regionalen Geschichte

Hitlerjungen und deutsche Mädchen auf einem Gruppenbild
© Burg Kastellaun
Die Stadt Kastellaun nimmt den 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen zum Anlass, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Hunsrück umfassend zu beleuchten.

Vor nunmehr achtzig Jahren, am 01. September 1939, begann mit Adolf Hitlers Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Bis 1945 forderten Kämpfe, Luftangriffe, Massenverbrechen und Vertreibung Millionen von Opfern. Das prägt die Länder und Menschen ganz Europas bis heute.

Zwar kämpften nur an wenigen Tagen im März 1945 Soldaten im Hunsrück, die meiste Zeit war das Land zwischen Rhein und Mosel Hinterland der weit entfernten Fronten. Dennoch war es hier keineswegs friedlich oder die Sorge um die Frontsoldaten die einzige Konsequenz dieses größten Waffengangs aller Zeiten. Vielmehr waren massive Auswirkungen in allen Lebensbereichen spürbar.

In der Ausstellung werden verschiedene Themen-Schwerpunkte gesetzt. In insgesamt 10 Bereichen werden unter anderem die Themen Ideologisierung der Bevölkerung, Ausgrenzung Andersdenkender, Militarisierung der Gesellschaft, materielle Kriegsvorbereitung, Sorge um die Frontsoldaten, Luftkrieg und Einmarsch der Amerikaner behandelt.

In einem 10-minütigen Kurzfilm bekommt der Besucher einen Eindruck von der Zeit während des Krieges in der Stadt Kastellaun. Im Bereich der Hörstation hat der Besucher die Möglichkeit den bewegenden Interviews der Zeitzeugen zu lauschen. Sie schildern ihr Leben vor Kriegsbeginn und ihre Erfahrungen und Erlebnisse während des Krieges sowie unmittelbar nach Kriegsende.