6.2.2022–24.4.2022
Chen Zhiguang
Magische Räume
Ludwig Museum im Deutschherrenhaus

Chen Zhiguang ist einer der bekanntesten Künstler Chinas, der in seiner Kunst gleichsam eine Parabel für das Leben im Staat erschafft.

Äußerlich handelt seine Kunst von Ameisen und uralten Bäumen. Beides reflektiert Kultur und Natur im traditionellen Verständnis der chinesischen Philosophie. Seine Ameisen stehen hier symbolisch und physisch erfahrbar für die Stärke der Gemeinschaft, die nur entstehen kann, weil das Individuum an sich kaum eine Rolle spielt. Chen Zhiguang lässt seine Ameisenskulpturen ganze Räume, den Boden und die Wände, besetzen – scheinbar in einem nie versiegenden Fluss krabbeln sie über jedes Hindernis hinweg.

Auch die Darstellungen von knorrigen, alten Baumstämmen, die bei Chen Zhiguang sowohl als Malerei, Aquarell und Skulptur formuliert sind, versinnbildlichen die Verbindung mit der Natur, ganz besonders mit der in der traditionellen chinesischen Kultur besonders hoch geschätzten Idee der Literatengärten. Baumstämme, Strünke und Wurzelwerk zeigen sich als Energiezentrum der Evolution.

Die Ausstellung ist eine Übernahme, in leicht veränderter Form, vom Osthaus Museum Hagen.