13.11.2021–12.12.2021
Ausstellung zum Pfalzpreis in Kaiserslautern
Britta Bode
Stadtmuseum Kaiserslautern (Theodor-Zink-Museum | Wadgasserhof)

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt des kunsthandwerklichen Schaffens der Region und stellt Arbeiten der Lebenswerkpreisträgerin Britta Bode aus.

Für den mit 10.000 EUR dotierten Pfalzpreis für das Kunsthandwerk nominierte die Jury fünf Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker: die Keramikerin Mi Sook Hwang (Münchweiler an der Rodalb), der Drechslermeister Heinrich-Andreas Schilling (Grünstadt), den der Bezirksverband Pfalz 1985 mit dem Pfalzpreis bedachte, der Edelsteinschleifer-Meister Frank Schumacher (Otterberg), der 2011 den Nachwuchspreis für das Kunsthandwerk erhielt, die Goldschmiedemeisterin Anne Wagner (Kirchheimbolanden) und die freie Bildende Künstlerin und Keramikerin Dorothee Wenz, die ein Atelier in Schwabenheim an der Selz betreibt und Material aus der Pfalz verwendet. Zwei Nominierungen gibt es für den mit 2.500 EUR dotierten Nachwuchspreis: die in Speyer geborene Schmuckkünstlerin Felicia Mülbaier, die in Mannheim lebt, und der gebürtige Hettenleidelheimer Tischlermeister Adrian Remmele aus Grünstadt. Die Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt bei der Ausstellungseröffnung durch den Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt des kunsthandwerklichen Schaffens der Region aus den Bereichen Schmuck- und Edelsteingestaltung, Edelsteinschleiferei, Holzbearbeitung, Keramik, Textilgestaltung, Instrumentenbau, Buchbinderei und Fotografie und lässt das hohe Niveau, auf dem in der Pfalz gearbeitet wird, erkennen. Insgesamt gingen 47 Bewerbungen ein; 26 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker konnten sich für die Ausstellung qualifizieren. Darüber hinaus sind Arbeiten von Britta Bode zu sehen.

Britta Bode erhielt bereits 1996 und 2008 den Pfalzpreis für das Kunsthandwerk und 1985 und 1990 die Fördergabe. Die klare Konzeption ihrer Schmuckstücke eröffne eine große Variationsbreite, so die Jury. Dabei setze sie sich mit Räumlichkeit, dem "Erfahrbarmachen" von Raum auseinander und erschaffe unkonventionellen tragbaren Schmuck, experimentelle Schmuckobjekte und größere bildhauerische Arbeiten. Sie nennt ihre eigenen Werke "bildhauerische Arbeiten im kleinen Format". Ihre Anhänger, Armreifen und Broschen seien von einfacher, klarer Form und dennoch raffiniert. In präziser handwerklicher Feinarbeit kombiniere sie vornehmlich Silber mit Ebenholz, Gestein, Kunststoff oder Papier.