15.3.2026–14.6.2026
Molekulare Verwandtschaft
Andreas Hamacher
AMÜSEUM am Wasserfall

Das Amüseum am Wasserfall zeigt „Molekulare Verwandtschaft“ von Andreas Hamacher: Skulpturen aus Stahlrohren zwischen Industrie, organischer Form und kosmischem Ursprung. Ausstellung bis 14.6.

Das Amüseum am Wasserfall lädt zur neuen Sonderausstellung Molekulare Verwandtschaft des Trierer Künstlers Andreas Hamacher ein. In den historischen Räumen des Museums entsteht ein außergewöhnlicher Dialog zwischen moderner Stahlkunst und alter Maschinentechnik.

Industrielles Erbe trifft organische Form

Hamacher nutzt für seine Werkreihe gebrauchte Stahlrohre – Relikte aus dem technischen Alltag, die einst Flüssigkeiten oder Gase durch industrielle Anlagen leiteten. Durch Schneiden, Pressen und Verformen bricht er die strenge Geometrie des Materials auf. Es entstehen neue, organische Formen, die ihre industrielle Herkunft zwar noch erahnen lassen, sich aber zu einer völlig neuen, lebendigen Ästhetik entfalten. Seine Serie der sogenannten „Haptikons“ lädt dabei explizit zum „Anfassen und Begreifen“ ein: Das Spannungsfeld zwischen dem schroff Abweisenden und dem weich Einladenden des Stahls wird durch die taktile Erfahrung unmittelbar spürbar.

Das Element Eisen

Der Titel Molekulare Verwandtschaft verweist auf das verbindende Element Eisen (Fe). Hamacher thematisiert dessen faszinierende Herkunft: Als Bestandteil von Meteoriten gelangte Eisen einst aus dem Kosmos auf die Erde. Heute prägt es als Stahl unser modernes Leben, die Architektur und findet sich sogar als lebenswichtiger Baustein in unserem eigenen Körper wieder. Jede Skulptur Hamachers ist somit ein Träger urzeitlicher Moleküle und verbindet das Menschengemachte mit dem Universum.

Über den Künstler

Andreas Hamacher (geb. 1967) lebt und arbeitet in seinem Atelier im alten Milchhof in Trier. Er versteht sich als „Skulpteur“, der dem Material eher etwas nimmt oder es umformt, statt es nur zusammenzufügen. Sein Werk wurde bereits vielfach international ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kunstpreis des Independent Art Museum (IAM) 2016. Seine Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen in ganz Europa – von London über Brüssel bis Luxemburg – zu sehen.