1.10.2019–15.3.2020
14. Westerwaldpreis 2019
Keramik Europas
Keramikmuseum Westerwald

Aus über 74 Arbeiten von insgesamt 48 Künstlerinnen und Künstlern werden in der 14. Edition des Westerwaldpreises nur die Besten gekrönt. Die exklusive Auswahl können Sie schon jetzt sehen.

Der Westerwaldpreis wurde 1973 von dem damaligen Landrat Dr. Norbert Heinen erstmalig ins Leben gerufen, um herausragende keramische Arbeiten im Rahmen eines Wettbewerbs und einer Ausstellung zu präsentieren. Zudem war es dem Westerwaldkreis ein großes Anliegen, den Dialog von Keramik und Kunst in der Region zu fördern. Ministerpräsident Dr. Helmut Kohl übernahm die Schirmherrschaft des ersten Westerwaldpreises, der damals noch nicht im erst 1982 errichteten Keramikmuseum, sondern im Verwaltungsgebäude der Firma Rastal stattfand.

Das große Interesse an dem Preis und die geopolitischen Entwicklungen veranlassten den Westerwaldkreis 1999 dazu, die Ausschreibung nicht länger nur national, sondern europaweit auszuschreiben. Durch diese Entscheidung wurde der kulturelle Austausch innerhalb Europas gezielt gefördert.

Zu dieser 14. Edition des Westerwaldpreises wurden im Onlineverfahren 425 Bewerbungen aus ganz Europa eingereicht. Die diesjährige Jury bestand aus dem Berliner Galeristen und Kunstsammler Jörg Johnen, der Oberkustodin des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main Dr. Sabine Runde, dem britischen Künstler Julian Stair sowie dem ehemaligen Professor für Keramik in North-Carolina und Chicago und ehemaligen Leiter des European Ceramic Workcentre Xavier Toubes.

Der Landrat wurde durch die Geschäftsführerin der Museen im Westerwald GmbH und der Museumsleitung vertreten. In einer anonymen Vorauswahl wählte diese Jury 48 Künstlerinnen und Künstler mit insgesamt 74 Arbeiten aus. Mit 10.000 Euro als Ersten und 6.000 Euro als Zweiten Preis gehört dieser Wettbewerb zu einem der höchstdotierten Preise für Keramik in Europa. Ein Förderpreis von 3.000 Euro unterstützt zusätzlich die noch studierenden oder auszubildenden Künstlerinnen und Künstler. Die Schirmherrschaft dieser 14. Edition des Westerwaldpreises wurde von dem Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Konrad Wolf, übernommen.

Der Preis der Stadt Höhr-Grenzhausen für Salzgebrannte Keramik ist seit 1992 Teil des Westerwaldpreises. Die Stadt erhöhte dieses Jahr das Preisgeld auf 10.000 Euro und unterstreicht damit ihr großes Interesse an einer zeitgenössischen künstlerischen Fortentwicklung der einzigen in Europa entwickelten Glasurtechnik.